Okt 17
Domäne Wachau: 2011: Jahrgang der Superlative?
Die Weinlese neigt sich langsam dem Ende zu. Zeit für eine Zwischenbilanz. Die entscheidenden Wochen des Jahres sind angebrochen. Seit ein paar Wochen wird quer durch die Wachau und nahezu durchgehend unter blauem Himmel gelesen und was sich eigentlich das ganze Jahr über abgezeichnet hat, scheint sich nun auch im Herbst zu bewahrheiten: das Jahr 2011 ist definitiv eines der besseren des vergangenen Jahrzehnts.
Extrem positiv für uns Winzer ist die Tatsache, dass wir erstmals seit drei Jahren über eine klassische, sprich normale Erntemenge verfügen. Keine nennenswerten Einbußen waren zu beklagen, die Weingärten in Mautern bekamen Maifrost ab und durch den trockenen Sommer war ein bisschen Tribut an die Wespen zu zahlen. In kurzen Worten war das Jahr im Frühling und zur Blüte außergewöhnlich warm, der Sommer war zwar eher kühl doch sehr trocken, der Herbst wie aus dem Fotoalbum. Und so zeichnen sich doch völlig gegensätzliche Weine im Vergleich zum Vorjahr ab.
Die Zuckergradation ist höher, die Weine werden im Durchschnitt also dezent mehr Alkohol haben, die Säure ist niedriger, doch dank der kontinuierlich kühlenden Nachtwinde im positiven Bereich. Die Weine werden kompakter sein als im Vorjahr, strukturierter und dichter und speziell die Rieslinge werden von Anfang an wesentlich harmonischer sein. Aufgrund der herrlichen Herbst-Temperaturen erwarten wir hohe Extraktwerte und komplexe Aromen und das nicht nur bei den Smaragden. Deren Trauben hängen noch an den Stöcken, doch wird auch bei den Top-Gewächsen in den nächsten Tagen mit der Lese begonnen werden.










