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Dez 25

Forschungsanstalt sucht neuen Direktor/Professor Klaus Schaller noch bis März im Amt

Tag: Allgemeines,Oenologiesigi.hiss @ 10:07

Wiesbadener Kurier vom 15.12.2008
bm. GEISENHEIM Drei interne und ein externer Bewerber haben sich bei einer Anhörung in der Forschungsanstalt Geisenheim vorgestellt. Sie wollen Nachfolger von Professor Klaus Schaller werden. Der Direktor der Forschungsanstalt ist noch bis März 2009 im Amt. Die Findungskommission wird voraussichtlich erst im Januar eine Entscheidung über den neuen Direktor oder die neue Direktorin der Forschungsanstalt Geisenheim treffen, sagte ihr Vorsitzender, Ministerialdirigent Rolf Bernhardt vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Beworben haben sich drei Geisenheimer Professoren: Monika Christmann (49), Leiterin des Fachgebiets Kellerwirtschaft; Otmar Löhnertz (53), Dekan des FH-Fachbereichs Geisenheim und Leiter des Fachgebiets Bodenkunde und Pflanzenernährung sowie Hans Reiner Schultz (49), Leiter des Fachgebiets Weinbau. Externer Kandidat ist Jens Wünsche (44), Obstbau-Professor von der Universität Hohenheim.
Die Geisenheimer Kandidaten hatten den Vorteil, dass sie mit der aktuellen Diskussion über das Entwicklungskonzept und die künftige Ausrichtung der Forschungsanstalt bestens vertraut waren. Dabei legten insbesondere Löhnertz und Schultz Konzepte für die Zukunftssicherung und Weiterentwicklung der FAG vor. Mit internationalen Erfahrungen trumpften Monika Christmann, Präsidentin der Expertengruppe Weintechnologie des Internationalen Weinamts in Paris (OIV), und Hans Schultz auf, der beim OIV Wissenschaftssekretär im Bereich Klimawandel und Weinbau ist.
Löhnertz will die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die FAG am Loewe-Programm des Landes zur Förderung der Exzellenzforschung teilhaben kann. Unter anderem schlägt er die Einrichtung eines Zentrums für innovative Produkte im Garten- und Weinbau vor. Gesundheits- und Ernährungsforschung müssten forciert werden.
Hans Schultz empfiehlt die Bildung einer dauerhaften europäischen Forschungsnetzwerks, über das die länderübergreifende Forschung organisiert werden kann und eine Plattform findet (Eduard von Lade Institut). Wie sein Kollege Löhnertz will er die schlechte Energiebilanz der FAG verbessern, die Energiekosten von rund einer Million Euro zu finanzieren hat.
Monika Christmann wies auf die Gründung der Europäischen Weinakademie in Geisenheim und die Bedeutung der Fortbildung hin. Sie sei als Wissenschaftlerin beteiligt gewesen an politischen Entscheidungshilfen als Grundlage für das Weingesetz. Alle Bewerber wollen die Finanzierung der FAG über Drittmittel (aus Wirtschaft, EU oder Förderprogrammen) stark verbessern. Jens Wünsche, der in Neuseeland Auslandserfahrung gesammelt hat, hält Geisenheim für den wichtigsten Standort für Sonderkulturen in Deutschland. Als eines von vier deutschen Zentren müsse es weiter gestärkt werden.

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