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Nov 23

Deutsches Weininstitut präsentiert Pinot Trio auf der ProWein 2011

Tag: Ländersigi.hiss @ 13:22

Das Deutsche Weininstitut (DWI) wird auf der ProWein 2011 in Düsseldorf unter dem Motto ?Burgunder Hoch Drei – The Pinot Trio? die drei wichtigsten Burgundersorten in den Mittelpunkt seiner Präsentation stellen: Spätburgunder, Grau- und Weißburgunder. Dieses Trio gewinnt sowohl im eigenen Land als auch international zunehmend an Popularität.

Außerdem zählt Deutschland zu den wichtigsten Erzeugerländern dieser Rebsorten weltweit. Mit rund 20.000 Hektar machen sie zusammengenommen ein Fünftel der hiesigen Rebfläche aus.

Dank der unterschiedlichen Terroirs in den 13 deutschen Anbaugebieten erreichen diese Sorten hierzulande eine einzigartige Vielfalt. Davon können sich die Fachbesucher am DWI-Stand auf der ProWein (4G86) überzeugen, wo eine repräsentative Auswahl des Burgunder-Trios zur freien Verkostung bereit steht.

Hintergrundinformationen zu den Burgunder-Rebsorten in den deutschen Anbaugebieten

Spätburgunder

Der Spätburgunder gilt wegen seines hohen Anspruchs an Boden und Klima und seiner finessenreichen, eleganten Weine als das rote Gegenstück zum Riesling. „In unseren kühleren Klimazonen reifen die Trauben langsamer und länger heran, was zu einer harmonischen Ausgewogenheit von Fruchtsäure und Aromen führt. Dies macht den besonderen Charme unseres Spätburgunders aus“, erläutert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Sein Anbau hat in Deutschland eine sehr lange Tradition, wie Nachweise über Pflanzungen aus dem Jahr 884 am süddeutschen Bodensee belegen. Die Anbaufläche in den 13 deutschen Anbau­gebieten beläuft sich heute auf rund 12.000 Hektar. Damit ist Deutschland nach Frankreich und den USA bezogen auf die Anbaufläche das drittgrößte Spätburgunder-Erzeugerland der Welt.

Rebsortenwein Spätburgunder„Die Qualität der deutschen Spätburgunder hat in den letzten Jahren enorm zugelegt, wie zahlreiche internationale Auszeichnungen für deutsche Spätburgunder in jüngster Zeit eindrucksvoll belegen. Dies liegt unter anderem auch am Qualitätsstreben und an der hervorragenden Ausbildung unserer international geschulten nachwachsenden Winzergeneration“, betont Monika Reule.

Rund die Hälfte des deutschen Spätburgunders wächst in Baden. Besonders in den warmen Lagen des Kaiserstuhls fühlt sich die Rebsorte wohl. Zwischen Jura und Südvogesen liegt die so genannte „burgundische Pforte“, durch die mediterrane Warmluft nach Baden einströmt – nomen est omen, denn Burgund ist die ursprüngliche Heimat des Pinot Noir. Beachtlich sind auch die Spätburgunderflächen der Pfalz sowie in Rheinhessen und Württemberg. In Rheinhessen wird er besonders bei Ingelheim angebaut, das sich stolz „Rotweinstadt“ nennt. Im Rheingau sind die Spätburgunder aus Assmannshausen weltbekannt. Der Spätburgunder gedeiht außerdem sehr gut an der Ahr, wo er etwa 63 Prozent der Rebfläche einnimmt.

Rebsortenwein GrauburgunderGrauburgunder

Der Grauburgunder oder Graue Burgunder ist international als Pinot Gris oder Pinot Grigio geläufig; seine Anbaufläche in Deutschland liegt nach Italien und den USA weltweit an dritter Stelle. Er wird aus Trauben gekeltert, deren malvenfarbigen Trauben auffallen, was unter anderem auf seine Mutation aus dem Spätburgunders zurückzuführen ist.

Der Grauburgunder erfreut sich bei den Winzern und Verbrauchern in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. Er wird in allen Anbaugebieten angebaut, vor allem in Baden (Kaiserstuhl), in der Pfalz und in Rheinhessen sowie in Saale-Unstrut. Grauburgunder erreicht in Deutschland eine wohl einzigartige Vielfalt – vom Qualitätswein bis hin zur Trockenbeerenauslese.

Weißburgunder

Der Weißburgunder – auch Pinot Blanc oder Pinot Bianco genannt – ist wiederum eine Mutation des Grauburgunders. Seit dem 14. Jahrhundert ist diese Burgunder-Spielart bekannt. Wie seine Verwandten ist der Weißburgunder ein herrlicher Speisenbegleiter. Er gedeiht sehr gut bei trockener Wärme auf tiefgründigen Böden. In den deutschen Anbaugebieten mit ihren zahlreichen Mikroklimata findet die Sorte ausgezeichnete Verhältnisse: in Baden, in Rheinhessen und der Pfalz, an Nahe und Mosel, in Sachsen und Saale-Unstrut bringt der Weißburgunder besonders filigrane Tropfen hervor. Auch zur Sekterzeugung eignet er sich sehr gut.


Rebsortenwein Weißburgunder Weitere Burgundersorten und -spielarten

In den deutschen Anbaugebieten finden Genießer noch weitere Mitglieder der großen Pinot-Familie. Frühburgunder und Schwarzriesling (Pinot Meunier) beispielsweise, die in ihrer tieffruchtigen, eleganten Art wunderbare Speisebegleiter sind. Ähnliches gilt für den Samtrot, der 1928 in einem Heilbronner Weingarten entdeckt wurde und wiederum eine Mutation des Spätburgunders ist, oder für den spannenden Pinot-Verwandten St. Laurent (auch Saint Laurent).

Auch weiße Burgunder-Verwandte gibt es hierzulande, die meist aus spontanen Kreuzungen entstanden sind. Der Chardonnay etwa, international weit verbreitet, ist längst auch in der Pfalz oder in Rheinhessen und anderen Anbaugebieten heimisch. Den Auxerrois findet man bisweilen insbesondere in Nordbaden und der Pfalz. Er ist wie der Chardonnay eine spontane Kreuzung aus einer Burgundersorte und der Gouais Blanc.

Anbau von Burgundersorten in Deutschland (Stand 2009)

Spätburgunder 11.733 Hektar
Grauburgunder 4.517 Hektar
Weißburgunder 3.941 Hektar
Schwarzriesling 2.303 Hektar
Chardonnay 1.228 Hektar
St. Laurent 657 Hektar
Frühburgunder 256 Hektar
Auxerrois 190 Hektar
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