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Mai 17

Domäne Wachau: Novembersmaragde und Traumtraminer

Tag: Weingütersigi.hiss @ 13:19

Warum scheint die Sonne eigentlich immer erst im November? Und warum das manchmal sogar ganz gut ist. Aber warum trinkt eigentlich kaum noch wer Traminer?

Sonne, Regen, Hitze, Kälte, Trockenheit, Hagel, Wind und Wetter – selten war ein Jahr so intensiv von meteorologischen Unwägbarkeiten geprägt, wie 2010. 

Letztendlich war es mal wieder das Jahr großer Winzerentscheidungen, denn noch nie zuvor mussten wir und unsere Winzer so schnell auf neue Entwicklungen reagieren. Und so viel Geduld beweisen. Die Trauben für unsere Smaragde hingen bis spät in den November, der wenigstens für 14 Tage durchgehend blau war.
Das Fazit: elegant, straff, fruchtpräzise wie selten zuvor, Körper und Säure im Einklang, alles voller Finesse und nicht übergewichtig. Selten passten Smaragde so gut als Speisenbegleiter, selten sind sie auch in jungen Jahren schon so einladend. Die Veltliner sind brillant, bei den Rieslingen knackt die Säure, doch findet sie einen doppelten Puffer in der ausgeprägten Mineralität und der glasklaren Frucht.
Und wie ist das nun mit dem Traminer? Gnadenlos unterschätzt, hat er eigentlich alles, was eine Traube nur bieten kann und manchmal fast ein bisschen zu viel davon. Er ist duftig, aromatisch, ist fruchtig und floral, barock und vielschichtig. Einzig zu wenig Säure kann sein großes Manko sein. Allerdings ganz sicher nicht in der Wachau und erst recht nicht 2010: also kommen zu all den positiven Faktoren noch ein bisschen Gotik und ein paar Muskeln dazu.

Unser Traminer vom Setzberg ist definitiv mehr als einen Versuch wert.

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