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Mai 25

VDP Franken: Beste Noten für 2010

Tag: Regionensigi.hiss @ 07:59

Die fränkischen VDP-Prädikatsweingüter stellten im Lichthof der Universität Würzburg ihre junge Weine vor, die mit Leichtigkeit, Eleganz und erstaunlicher Frucht überraschten

Weinstudium im Lichthof der Universität

Mit „summa cum laude“ bestanden die Weine des Jahrgangs 2010 ihre Prüfung in der Lichthalle der Universität Würzburg. Dorthin hatten die fränkischen VDP-Prädikatsweingüter zur „Galerie der Frankenweine“ eingeladen und präsentierten erstmals neben den gereiften Spitzengewächsen auch ihre junge Weine, die mit feiner Frucht , Leichtigkeit und Eleganz überzeugten und auch überraschten.

Die fränkische Weinkönigin Sabine Ziegler zitierte als Experten in dieser Prüfung in der Universität den britischen Staatsmann Winston Churchill: „ Man soll dem Leib etwas Gutes bieten,
damit die Seele Lust hat darin zu wohnen.“  Eine Anforderung, die der 2010er leicht erfüllt.  Ein herausforderndes, aufwändiges Jahr mit „ernüchternder Menge“ aber auch „überraschend guter Qualität“, bilanzierte Karl Schmitt, Vorsitzender der fränkischen Prädikatsweingüter.  2010 zeichne sich durch sehr extraktreiche Weine mit erstaunlicher Frucht und Fülle  und mit feiner Säure  aus. Sein Fazit: Ein kleiner, feiner Jahrgang also, bei dem die gute Qualität für die schmerzhaft kleine Ernte entschädigt.  Dem stimmte Horst Sauer (Escherndorf), vor kurzem vom Falstaff-Magazin zum Winzer des Jahres gewählt, zu: „2010 war ein außergewöhnlicher Jahrgang, aber kein schwieriger.“  Gerade in solchen Jahren sei das Können der Winzer gefragt.  „Die Qualität ist einem in diesem Jahr nicht in den Schoß gefallen“, sagte auch Andrea Wirsching-Ebert vom Weingut Wirsching in Iphofen. Viel Handarbeit, konsequente Selektion und  Geduld – der 2010 forderte viel Einsatz und brachte nun aber Weine, „die dank Ihrer Leichtigkeit und Eleganz am Markt großartig ankommen“, so Eva Pfaff-Düker vom Weingut Zur Schwane in Volkach: „ Die Säuren konnten  wir auf ein bekömmliches Maß reduzieren, so dass die Weine – soviel kann heute gesagt werden – großen Spaß machen.“

In die Freude über den 2010er mischte sich im Lichthof aber natürlich auch etwas Frust über den Frost 2011. Manche Winzer gehen von einem Ernteausfall von bis zu sechzig Prozent aus..  Eine genaue Schadensbilanz lässt sich erst erstellen, wenn abzusehen ist, ob in den geschädigten Anlagen die Beiaugen noch austreiben, auch wenn diese nicht die Fruchtbarkeit der Hauptaugen aufweisen.  „In den vergangenen Jahr sind wir in Franken von Frostschäden weitgehend verschont geblieben“, sagte Karl Schmitt: „Doch die erfahrenen Winzer kennen natürlich die Gefahr der Maifröste. Wenn man in guten Jahren eine vernünftige Lagerhaltung betreibt,  kann man so eine Situation natürlich nicht ausgleichen, aber zumindest abmildern.“  Am besten hätten die großen steilen Weinbergslagen, in denen die Kaltluft abfließen konnte, den Frost überstanden. Ein kleiner Trost aber auch: Die besten Jahre,  die er erlebt habe, so Karl Schmitt, seien immer die Jahrgänge mit dezimierten Ernten durch Winter- oder Spätfrost  wie beispielsweise 1971 oder 1976 gewesen. „Diese wenigen Trauben sind dann besonders gut gewesen.“

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