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Apr 13

Sigi Hiss: DIE Maschine des Bordeaux Jahrgangs 2011 – Die optische Sortiermaschine – Wie funktioniert sie?

Tag: Oenologiesigi.hiss @ 22:39

Sigi Hiss – Wie sagte man mir auf Château Palmer im Rahmen der diesjährigen Primeurs: “ Die optische Sortiermaschine hat uns den Jahrgang gerettet“. Das Grundprinzip in einfachen Worten erklärt: Optische Sensoren erkennen Farbe, Größe & Form der Beeren. Unreife, also rosarote, nicht durchgefärbte oder gar grüne Beeren oder z.B. durch Hagel verletzte Beeren erkennt die Maschine & schießt sie mit einem gezielten Luftstrahl vom rasend schnell laufenden Sortierband. Ebenso werden Spinnen, Blätter oder einfach Teile des Rappens aussortiert. Das Resultat, so einhellig ca. 10 befragte Betriebe in Bordeaux, ist hervorragend. Besser & effektiver als von Menschenhand. Warum? Ganz einfach, der Mensch wird müde, die Maschine nicht. Besonders in 2011 war die optische Sortiermaschine eine große Hilfe, in Jahren wie 2009 war sie nicht nötig, da das Lesegut perfekt war. Das Video wurde mir freundlicherweise von Fabrice Bacquey, Önologe auf Château Phelan Segur zur Verfügung gestellt. Wichtig so Fabrice Bacquey, ist  ein schonendstes entrappen & die optimale Abstimmung der Entrappungs- mit der optischen Sortiereinheit.

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4 Kommentare zu “Sigi Hiss: DIE Maschine des Bordeaux Jahrgangs 2011 – Die optische Sortiermaschine – Wie funktioniert sie?”

  1. Helmut O. Knall says:

    Ja, das kann ich bestätigen. Die funktionieren wirkich gut. Und das hat man bei „kleineren“ Châteaux auch gemerkt,da waren einige dabei, die wirklich tolle Weine präsentierten. Ich hab das zum ersten Mal bei Prieure-Lichine im Einsatz gesehen. Fassszzzzinierend.

  2. Patrick Johner says:

    So eine Anlage ist schon eine feine Sache. Mittlerweile gibt es 4 verschiedene Anbieter solcher Maschinen. Ein paar davon wurden in Deutschland schon getestet, jedoch sind die Ergebnisse noch nicht repräsentativ. Grundsätzlich muß man für solche eine Anlage mit Zufuhrbänder, perfekt abgestimmte Abbeermaschine über 100000 Euro rechnen… Jetzt kommt es darauf an auf die richtige Anlage zu setzen. Fast hätte es in Baden zur Ernte 2011 ein Leihgerät zum austesten gegeben… Allerdings sind die sowas von schnell nach Frankreich verkauft worden, so dass es hier keine Versuche damit gab. Zum Glück hatten wir Glück mit dem 2011er Jahrgang und haben keine Anlage benötigt.

  3. sigi.hiss says:

    patrick, das kann ich nachvollziehen, dass es in deutschland keine zu mieten gab – die standen wirklich alle in bordeaux. und selbst dort waren die maschinen heiss umkämpft. und den wohl wichtigsten punkt sprichst du ebenfalls an – das entrappen bzw. abbeeren muss perfekt auf die optische sortiereinheit abgestimmt sein. das ist etwas was mir alle unisono bestätigt haben. chateau palmer ist am ersten tag zweigleisig gefahren. die personen waren nach 30-45 minuten müde – weil es auf die farbe (von grün bis überreif), auf von der sonne verbrannte beeren, auf vom hagel geschädigte beeren & auf extrem kleine beeren zu schauen galt…… der vergleich der handselektion zur maschinenselektion war eindeutig: optischer sortiertisch.

  4. THE machine called Aschenputtel – die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen! | Wein-News SigiHiss says:

    […] Die Software erkennt Größe, Form und Farbe der Beeren und selbstverständlich auch Blätter, Rappen und Ungeziefer. Fotografieren, auswerten, Ziel erfassen, Laden und vom Band schießen. Je nach Hersteller wird da mit 1,8 bis 6 bar Druck auf die Beeren gezielt. Eine Wimpernschlaglänge, mehr Zeit ist das nicht. Unbedingt das Video ansehen! […]

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