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Aug 14

734 Weine ausgezeichnet: 251 Mal Gold an der Internationalen Weinprämierung Zürich 2012

Tag: Ländersigi.hiss @ 08:19

Die Internationale Weinprämierung Zürich 2012 (IWPZ) bestätigte sich an ihrer 19. Auflage als bedeutendste Prüfung des internationalen Angebots auf dem Schweizer Markt. Mit 2308 Weinen aus allen namhaften Anbaugebieten Europas, Asiens, Afrikas und der Neuen Welt wurde das Rekordergebnis des letzten Jahres praktisch egalisiert. Fünf Weine holten sich mit dem Grossen Golddiplom die höchste Auszeichnung. 245 von der Jury als «hervorragend» beurteilte Gewächse verdienten sich ein Golddiplom. 483 Weinen wurde mit dem Silberdiplom eine «sehr gute Qualität» attestiert. Als Veranstalter des Wettbewerbs, der für in der Schweiz tätige Weinproduzenten, Händler und Importeure offen ist, zeichnet die Expovina verantwortlich. Die Jury arbeitete unter der technischen Gesamtleitung von Hans Bättig, Dipl. Ing. agr. ETH, Weinkonzepte, Luzern.

Vom 17. bis 20. Juni beurteilten über 150 Fachleute aus Produktion, Forschung, Handel und Gastgewerbe im Zürcher Technopark die 2308 Weine, welche Schweizer Produzenten, Importeure, Händler und Verteiler zur diesjährigen IWPZ eingereicht hatten. Die grosse Beteiligung (Vorjahr 2319 Weine) ist umso erstaunlicher, als jedes Jahr in der Schweiz und im Ausland neue Wein-Wettbewerbe aus dem Boden schiessen.

Zunehmende Internationalisierung

Gewachsen ist in den letzten Jahren nicht nur die Zahl der zum Concours gemeldeten Weine, sondern auch die Internationalität des Teilnehmerfeldes. Dies obwohl nach wie vor der Schweizer Weinhandel und nicht ausländische Produzenten die Weine an den Wettbewerb liefern. Nicht die weltweite Produktion, sondern das Angebot auf dem Schweizer Markt steht auf dem Prüfstand. Und dieses Angebot wurde und wird ins- besondere mit der Öffnung der Weissweinimport-Schranken noch vielfältiger. Die 2308 dieses Jahr eingereichten Proben kommen aus 20 Ländern, wobei traditionellerweise die Schweiz den Hauptharst stellt. Mit 1379 Weinen aus den eidgenössischen Anbaugebieten waren – wie schon im vergangenen Jahr – rund 60 Prozent der «Kandidaten» Schweizer, gefolgt von Gewächsen aus Italien, Spanien und Frankreich. Die Delegation der Neuen Welt wurde von Teilnehmern aus Australien dominiert. Markant in Szene gesetzt haben sich dieses Jahr aber auch weniger bekannte Provenienzen, wie zum Beispiel Vertreter aus Zypern oder Kroatien.

Über 400 Auszeichnungen für Schweizer Weine

Von den insgesamt 734 verliehenen Diplomen sprach die Jury deren 407 Schweizer Gewächsen zu, ein Grosses Golddiplom und 138 Gold- sowie 268 Silberdiplome. Ausgezeichnet wurden 215 weisse und 192 rote Gewächse. Das Grosse Golddiplom – das einzige von insgesamt fünf, das in der Schweiz bleibt – geht dieses Jahr nach Genf (siehe Liste der Kategoriensieger). Aus dem drittgrössten eidgenössischen Weinbaukanton wurden zudem drei Weine mit Gold- und fünf mit Silberdiplomen belohnt.

Das Wallis zeigte einmal mehr auch an der IWPZ 2012 seine Stärke: Von den 514 zum Concours eingereichten Weinen aus dem Vieux Pays holten sich 65 ein Gold- und 112 ein Silberdiplom. Insgesamt 75 Auszeichnungen gingen an Waadtländer Kandidaten, 29 Gold- und 46 Silberdiplome.

Glänzend ist der Auftritt der Weine der Drei-Seen-Region: Sie war an der diesjährigen IWPZ mit insgesamt 112 Weinen vertreten, 57 aus dem Kanton Neuenburg, 43 aus der Region Bielersee und 12 aus dem Freiburger Vully. An Gewächse aus dem Anbaugebiet am Murtensee gingen 3 Gold- und 4 Silberdiplome. Zudem verdiente sich ein Chasselas aus dem Vully fribourgeois, nämlich der Château de Praz 2011, als «bestbewerteter Weisswein einer Schweizer Hauptsorte» den hochkarätigen Prix Vetropack 2012! Die Neuenburger ihrerseits brachten die grösste Ernte an Auszeichnungen ein, dreimal Gold sowie 15 Mal Silber. Und Weine vom Bielersee wurden mit 3 Gold- und 14 Silberdiplomen geschmückt.

Die Jury zeichnete insgesamt 27 Deutschschweizer Weine mit Gold und 60 mit Silber aus. 30 dieser 87 Auszeichnungen verdienten sich Schaffhauser Weine, gefolgt von 19 Gewächsen aus dem Kanton Zürich und 17 aus dem Aargau. – Hervorragend schlugen sich auch die Tessiner Teilnehmer. Von total 40 Kandidaten aus der Südschweiz wurden 16 (40% aller eingereichten Tessiner Weine) ausgezeichnet, von diesen vier mit einem Golddiplom.

Ausland glänzt mit Rotweinen

Dem Angebot auf dem Schweizer Qualitätsweinmarkt entspricht auch der Auftritt der ausländischen Weine an der IWPZ 2012. Hier dominierten – mit Ausnahme von Österreich und Deutschland – eindeutig die roten Gewächse, angeführt von Italien. Insgesamt gab es für die südlichen Nachbarn der Schweiz 116 Auszeichnungen. Von diesen gingen ein Grosses Gold-, 34 Gold- und 70 Silberdiplome an Rotweine.

An spanische Weine wurden total 56 Diplome verliehen, von diesen 54 an Rotweine. Die Kompetenz in diesem Bereich wird durch drei Grosse Golddiplome unterstrichen. 19 rote Gewächse verdienten sich ein Gold- und 32 ein Silberdiplom.

Insgesamt 46 Auszeichnungen holten sich Weine aus Frankreich, vier goldene und drei silberne mit Weissweinen. Von den 39 «diplomierten» Rotweinen verdienten sich 12 Gold.

Die deutschsprachigen Nachbarn der Schweiz holten sich an der IWPZ 2012 ihre Lorbeeren überwiegend mit weissen Gewächsen, was dem aktuellen Marktangebot entspricht. Total 10 deutsche Weine wurden ausgezeichnet, drei weisse mit Gold- und sechs weisse sowie ein roter mit Silberdiplomen. Österreich verdiente sich mit seinen Teilnehmern insgesamt 20 Auszeichnungen. 7 Gold- und 6 Silberdiplome gingen an Weissweine. Zweimal Gold und fünfmal Silber gab es für Rotweine.

Qualität im Steigflug

Die Degustationskriterien und Anforderungen, welche die Juroren an die Qualität der Weine stellten, entsprachen jenen der IWPZ 2011. Die Zahlen der eingereichten Weine und der verliehenen Diplome sind sehr nahe beieinander. Ein Vergleich der Resultate mit dem letztjährigen Wettbewerb ist daher durchaus zulässig. Damals gab es zweimal Grosses Gold, 174 Mal Gold und 563 Mal Silber. Dieses Jahr ist die «Ausbeute» mit fünf Grossen Golddiplomen und 245 Golddiplomen vor allem im oberen und höchsten Bereich deutlich grösser.

Mitverantwortlich für die Steigerung ist nicht nur der markante Auftritt des sehr guten Jahrgangs 2011, sondern auch der Fortschritt in Rebberg und Keller, der sich schliesslich dem Konsumenten in einer wachsenden Auswahl hervorragender Weine zeigt. Die Konkurrenz auf hohem Niveau und die Vielfalt des Angebots erleichtern ihm den Kaufentscheid nicht. Die Auszeichnungen eines neutralen, seriösen und von erfahrenen Fachleuten durchgeführten Wettbewerbs können ihm jedoch echte Hilfe leisten.

659 «weitere gut prämierte Weine»

Auch bei den Silberdiplomen zeigt sich die steigende Qualität der eingereichten Weine. Dies allerdings auf eine für die teilnehmenden Produzenten und Weinhändler geradezu schmerzhafte Weise. Dieses Jahr haben nämlich nicht weniger als 659 Weine das Silberdiplom nicht erhalten, obwohl sie die dafür vorausgesetzte Bewertung von 85 Punkten erreicht hatten. Erst ab dem hohen Resultat von 86,8 Punkten konnte dieses Jahr an der IWPZ Silber verliehen werden, weil die Zahl der Auszeichnungen an international anerkannten Wettbewerben vom OIV, der Internationalen Organisation für Rebe und Wein, auf 30 Prozent der eingereichten Weine begrenzt wird. Dies in der Absicht, ein Übermass von Diplomen und Medaillen zu verhindern. Ob die Begrenzung den wachsenden Fachkenntnissen von Winzern sowie Önologen und der dadurch steigenden Qualität der Weine gerecht wird, darf man sich jedoch fragen. Die Expovina führt deshalb die um das Silberdiplom gleichsam «geprellten» Weine als «weitere gut prämierte Weine» in der Liste der Preisträger auf.

Siehe www.iwpz.ch

Alle Resultate auf iwpz.ch

Presseselle

Edith Moosbrugger, Public Relations, Fehrenstrasse 8, 8032 Zürich

Telefon 044 383 26 62, edith.moosbrugger@bluewin.ch

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