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Mrz 04 2015

Gespräch mit Winzern: Höfken will möglichst wenig neue Rebfläche

Tag: Ländersigi.hiss @ 17:24

Mainz – Rheinland-Pfalz wird sich auf Bundesebene für ein minimales Wachstum der Rebfläche in Deutschland einsetzen.

Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) wolle auf der kommenden Agrarministerkonferenz eine Ausweitung der Weinanbaufläche von 0,1 Prozent pro Jahr vertreten, sagte eine Sprecherin am Dienstag in Mainz. Am Abend zuvor hatte Höfken mit den rheinland-pfälzischen Weinbauverbänden gesprochen. Diese hatten eine Begrenzung auf 0,1 Prozent Wachstum im ersten Jahr gefordert.

Von 2016 an lockert die EU den einst in den 1970er Jahren verhängten Anbaustopp für Wein. Theoretisch könnte dann pro Jahr ein Prozent mehr Fläche dazukommen. Die Winzer befürchten allerdings einen Preissturz, wenn mehr Wein auf dem Markt ist. Das Umweltministerium erklärte, die Fassweinpreise ständen aktuell ohnehin unter Druck.

Eine Ausweitung der Rebfläche würde diese Entwicklung verschärfen.»Der aktuelle Gesetzentwurf im Bund sieht eine Ausweitung von 0,5 Prozent vor. Höfken hatte den Wert am Montag als möglichen Kompromiss bezeichnet – auch wenn sie 0,1 Prozent unterstütze. Die Winzer zeigten sich zufrieden mit dem Gespräch. «Es hat zu Erkenntnisgewinn auf beiden Seiten beigetragen», sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Weinbauverbände Rheinland-Pfalz, Ingo Steitz. (dpa/lrs)


Mrz 04 2015

Moselwinzer im Visier der Steuerfahnder

Tag: Weingütersigi.hiss @ 17:22

Trier/Koblenz – Zahlreiche Moselwinzer sind ins Visier der Steuerfahndung geraten. Die Ermittler gehen laut Medienberichten dem Verdacht des Schwarzhandels nach.

Mosel-Weinbaupräsident Rolf Haxel bestätigte, dass mehrere Weinbaubetriebe von der Steuerfahndung durchsucht wurden. (c) proplanta
Das Landesamt für Steuern bestätigte, dass die Steuerfahndungen Trier und Koblenz gegen mehrere Winzer ermitteln. Das Finanzamt Trier wollte zu den laufenden Verfahren keine Stellungnahme abgeben.

Der Cochemer «Wochenspiegel» hatte zuerst über die Ermittlungen berichtet. In der vergangenen Woche seien mehrere Weingüter durchsucht worden. Die Winzer sollen Flaschen und Korken von einem Händler an der Mosel mit Barzahlung gekauft haben und dann Übermengen und zugekauften Wein in die Flaschen abgefüllt und verkauft haben, ohne dies zu versteuern. Aufgefallen ist das laut «Wochenspiegel», nachdem bei dem Zulieferer Aufzeichnungen über die Barverkäufe sichergestellt wurden.

Mosel-Weinbaupräsident Rolf Haxel bestätigte, dass mehrere Weinbaubetriebe von der Steuerfahndung durchsucht wurden. Wieviele Weingüter von den Ermittlungen betroffen sind, konnte er zunächst nicht beziffern.  (dpa/lrs)